„We shall not cease from exploration and the end of all our exploring will be to arrive where we started and know the place for the first time.“ T.S. Elliot (engl. Dichter, 1888-1965)

Meine Forschungs- und Interessenschwerpunkte konzentrieren sich vor allem auf folgende Bereiche:

  1. Determinanten prosozialen und antisozialen Verhaltens – Menschen springen in eiskalte Flüsse, um wildfremde andere vor dem Ertrinken zu retten oder spenden an Flutopfer, die tausende Kilometer entfernt wohnen. Menschen sind aber auch bereit, andere zu diskriminieren oder gar zu töten, nur weil diese eine andere Hautfarbe haben oder einer anderen Religion angehören als sie selbst. In meinen Forschungen beschäftige ich mich mit der Frage, von welchen situationalen und personalen Determinanten es abhängt, ob Menschen sich prosozial, fair und friedfertig oder aber antisozial, egoistisch und aggressiv verhalten. Insbesondere beschäftige ich mich in meinem empirischen Studien mit der Persönlichkeitseigenschaft „Ungerechtigkeitssensitivität“, der Frage, ob Menschen in der Lage sind, die Prosozialität anderer zu erkennen sowie dem Thema des „interpersonalen Vertrauens“.
  2. Wie ökonomische Laien die Wirtschaft sehen – In den letzten Jahren wird von ökonomischen Experten immer wieder darauf hingewiesen, wie reformbedürftig das deutsche Wirtschafts- und Sozialsystem sei. Allerdings scheinen ökonomische Laien die Ursachen für die Krise unseres Wohlfahrtsstaats anders zu interpretieren als ökonomische Experten. Vor diesem Hintergrund beschäftige ich mich mit der Frage, welche subjektiven Theorien Laien hinsichtlich volkswirtschaftlicher Fragen entwickeln, welche kognitiven Verzerrungen dabei eine Rolle spielen und inwiefern die Akzeptanz ökonomischer Reformen von Gerechtigkeitsüberlegungen abhängig ist.
  3. Evolutionspsychologie – In den letzten Jahren gewinnen evolutionäre Erklärungen menschlichen Verhaltens immer stärker an Bedeutung. Die Grundannahme der Evolutionspsychologie zielt darauf ab, dass menschliches Verhalten nicht nur durch unsere soziale Umwelt geprägt ist, sondern auch durch unser evolutionäres Erbe genetisch vermittelt ist. Mein Ziel ist hierbei eine echte Integration evolutionärer und klassisch sozialwissenschaftlicher Erklärungsansätze, da menschliches Verhalten immer nur zu verstehen ist als determiniert durch unsere Umwelt und durch unsere genetischen Prädispositionen. Konkret beziehen sich meine Forschungen auf die Evolution des menschlichen Altruismus, auf Geschlechtsunterschiede in Risikobereitschaft und kriminellen Viktimisierungen, auf den Bereich der Partnerwahlpräferenzen sowie auf die Rolle intuitiver Prozesse bei der Personwahrnehmung.

Eine Liste mit meinen Publikationen steht für Sie zum Download bereit.